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20.4.2019 : 13:09 : +0200

Essstörungen sind häufige Reaktionsweisen auf belastende Lebensumstände.

Sie können davon ausgehen, dass die jeweilige Essstörung eine wichtige Funktion für Sie hat. Sie steht für eine Lücke, eine unerfüllte Sehnsucht, eine Traurigkeit, Wut oder Ähnliches, die es kennenzulernen gilt, um dann daran zu arbeiten, dass Sie mehr so leben können, wie es zu Ihnen passt und Ihnen gut tut.

Schritte auf dem Weg zu einem Essverhalten, das Ihnen gut tut, gingen dementsprechend in Richtung:

  • Herausfinden welche (Ausgleichs-)Funktion das gestörte Essverhalten für Sie ganz persönlich hat.
  • Dementsprechend stehen Sie dann Ihrem Essverhalten - und sich selbst - weniger beschämt und feindselig gegenüber. (Das ist schon die halbe Miete!)
  • Sie hören dann auf, mit Ihrem Gedanken ständig nur um das Essverhalten zu kreisen, denn Ihre allgemeine Lebenssituation und Fragen wie Sie anders und besser leben können, rücken in den Vordergrund.
  • Sie beginnen, (kleine) Veränderungen in die gewünschte Richtung in Ihrem Alltag umzusetzen.

In dem Maße, wie Ihnen das gelingt, müssen Sie auch nichts mehr in sich "reinfressen" oder bekommen immer seltener "nichts runter". So können Sie nach und nach zu normalem selbstverständlichen Essverhalten zurückfinden ohne Verbote und strenge Diätpläne.