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19.2.2019 : 2:43 : +0100

Private Krankenkassen und Zusatzversicherungen

In der Regel übernehmen private Krankenkassen und Zusatzversicherungen die Kosten für Psychotherapie bei uns Heilpraktiker/innen für Psychotherapie nicht. In seltenen Einzelfällen nach Rücksprache mit Ihrer Kasse vor Beginn einer Psychotherapie mag das anders sein.

Gesetzliche Krankenkassen

Grundsätzlich übernehmen gesetzliche Krankenkassen nicht die Kosten für eine Psychotherapie bei Heilpraktikern für Psychotherapie. Es sei denn, der Patient/die Patientin findet in "angemessener Zeit" keinen Therapieplatz bei zugelassenen Psychotherapeuten.

Bei Unterversorgung gibt es die Möglichkeit der Kostenerstattung 

Falls Sie mehrere Monate warten müssten, um in Ihrer Nähe eine Therapie beginnen zu können, können Sie von Ihrer Krankenkasse verlangen, dass sie - auf dem Wege der Kostenerstattung - die Behandlung durch einen psychologischen Behandler bezahlt, der die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde (Berufszulassung) aber keine Kassenzulassung besitzt. In diesem Fall müssen Sie unbedingt vor Beginn der Behandlung einen Antrag auf Kostenübernahme bei Ihrer Krankenkasse stellen und dürfen die Therapie erst aufnehmen, wenn die Kasse ihrem Antrag stattgegeben hat.

Wird die Therapie dann auf dieser Abrechnungsgrundlage durchgeführt, erhalten Sie als Patient die Rechnung des Behandlers und reichen sie bei Ihrer Krankenkasse zur Erstattung ein. Die Krankenkasse erstattet den Rechnungsbetrag ganz oder teilweise in Abhängigkeit von ihren Gebührensätzen und dem tatsächlichen Honorar, das Sie mit dem Therapeuten vereinbart haben.

Bitte achten Sie unbedingt darauf:

Sie müssen bei Ihrem Antrag nachweisen, dass Sie bei keinem Vertrags-Psychotherapeuten innerhalb einer zumutbaren Wartezeit und/oder in einer örtlich angemessenen Entfernung einen Therapieplatz bekommen können.

Bitte notieren Sie sich Ihre Anrufe bei den verschiedenen Behandlern (Datum, Uhrzeit, Ergebnis) und fügen Sie diese Angaben Ihrem Antrag auf Kostenerstattung bei.

 

Wenn Sie privat zahlen

  • können Sie im Allgemeinen recht kurzfristig mit der Therapie beginnen, da keine Anträge, Gutachten o. ä. für eine Krankenkasse erforderlich sind;

  • sind Sie bei der Inanspruchnahme einer Psychotherapie nicht an die Vorgabe der Kassen gebunden, die nur bestimmte psychotherapeutische Verfahren, nämlich psychoanalytische Therapie, tiefenpsychologisch fundierte Therapie und Verhaltenstherapie finanzieren. Sie können die Therapieform wählen, die Ihnen am ehesten zusagt.

  • Sie müssen sich im Gesundheitswesen mit Ihrem Anliegen nicht aktenkundig machen. (Vgl. auch FAZ vom 06.12.2014.)
  • Sie können Psychotherapie in Anspruch nehmen, um sich gesund zu erhalten und Unbalancen und Störungen, die zu Krankheiten führen könnten, rechtzeitig auszugleichen. (Krankenkassen zahlen nur bei Störungen mit Krankheitswert und einer entsprechenden Diagnose.)

  • Sie können die Ausgaben für eine Psychotherapie bei Ihrer Steuererklärung unter "Außergewöhnliche Belastungen" geltend machen. Manchmal klappt es und diese Kosten werden anerkannt.